Am Wochenende 9./10.5.26 standen einige Entscheidungen in den Erwachsenenligen mit Einfluss auf die Offenbacher Platzierungen sowie der sechste Spieltag der Jugendliga mit drei Offenbacher Mannschaften auf dem Programm.
In der MVSJ-Jugendliga hatten die Schachdrachen Büdingen-Wächtersbach Betreuungsthemen bei gesplitteten Heim- und Auswärtsspielen zu lösen. Das Offenbacher Angebot, doch mit beiden Mannschaften nach Offenbach zu kommen, damit alle Kinder spielen können, wurden dankend angenommen. So kam es in der Offenbacher Leibnizschule aus Offenbacher Sicht zum Auswärtsspiel Büdingen-Wächtersbach 1 gegen die VSGO 1, was auch gleichzeitig die wohl vorentscheidende Partie um die Meisterschaft werden sollte, wie auch dem Heimspiel VSGO 3 gegen Büdingen-Wächtersbach 2. Die VSGO 2 hatte derweil ein schwieriges Auswärtsspiel bei Schöneck 1 vor der Brust.
Sebastian, Jabril, Oskar und Devansh bildeten an diesem Spieltag die VSGO 3, eine gute Kombination wie sich zeigen sollte. Den Vieren gelang das Kunststück, alle Spiele recht glatt zu gewinnen. Sebastian am Spitzenbrett spielte die mit Abstand längste Partie. Hier wie aber auch an den anderen Brettern konnte man eine deutliche Entwicklung im Saisonverlauf feststellen. Das 4:0 war wohlverdient und brachte 2 Mannschaftspunkte für die Tabelle.
Derweil trudelten per WhatsApp auch erste Wasserstände der VSGO 2 aus Schöneck ein. Otto, Kavin, Elias und Kaavya hatten sich der schweren Aufgabe gestellt. Doch auch sie sollten an diesem Tag einen wirklich guten Lauf haben. Otto und Elias gelangen volle Punkte. Kavins Remis reichte zum 2,5:1,5 Auswärtssieg. Damit steht die Mannschaft ganz plötzlich unverhofft als Tabellenvierter im Rennen um die Treppchenplätze am letzten Spieltag. Wohlmöglich kommt es da dann zum vereinsinternen Duell erste gegen zweite Mannschaft.
Während die anderen Partien schon lange vorbei waren, spielten in der VSGO 1 Florin, Georg E. , Alborz und Aras noch allesamt ihre Partien. Tabellenführer gegen Tabellenzweiten, Titelverteidiger gegen Vorjahreszweiten, für Spannung war also gesorgt.

Und für Offenbach ging es nicht gut los. Aras hatte seine Rochade aufgrund eines zu frühen Angriffs am Damenflügel „vergessen“. Als der Angriff verpufft war, fehlte ihm ein Turm an eben diesem Flügel. Seine Gegnerin schob ihn gekonnt immer weiter zusammen, 0:1. Als nächstes ging Georgs Partie ins Endspiel. Georgs Gegner hatte erheblichen Druck entwickelt und einen mustergültigen durch einen Turm von hinten gedeckten Freibauern geschaffen. Doch Georg war schneller. Geschickt schob er seinen Freibauern vor. Mit Turmopfer gelang ihm dann die Umwandlung in eine Dame. Das Matt wäre in wenigen Zügen die logische Konsequenz gewesen. Sein Gegner gab folgerichtig auf, 1:1. Etwas verworren war die Situation bei Alborz. Er hatte die klar bessere Bauernstruktur, aber wie damit umgehen? Manchmal gelingt der Fortschritt über einen Rückschritt. Zuerst erlaubte Alborz seinem Gegner die Reparatur der Bauernstruktur. Die Partie hätte an diesem Punkt zugunsten der Schachdrachen kippen können. Doch auf der langen Diagonalen drohte Alborz‘ Läufer einen Turm zu fangen. Und so kam es auch, mit Qualitätsgewinn ging das Match ins Endspiel, das Alborz dann nach langem Kneten für sich entscheiden konnte, 2:1 für die VSGO 1!
3:40h bis 17:40 Uhr sollte die Partie am Spitzenbrett zwischen Florin und Lukas dauern. Am Ende spielten beide Spieler nur noch auf dem 30 Sekunden Inkrement mit weniger als 2 Minuten Restzeit auf der Uhr. Florin hatte zwar die gesamte Partie über etwas mehr Aktivität und Raum, aber irgendwie sah alles nach Remis aus. Doch damit war keiner der beiden Spieler zufrieden. Florin fand eine Remisschaukel, doch damit war er nicht zufrieden. Mittels Qualitätsopfer über mehrere Stationen gelang es ihm den gegnerischen König in eine Diagonale mit der Dame zu lenken. Es folgte ein Läuferspieß der die sofortige Aufgabe zur Folge hatte, 3:1 für Offenbach. Das Ergebnis klingt deutlicher als es die Spielverläufe hergeben. Es war in allen Belangen das hochklassige „Endspiel“ um die Tabellenführung und wahrscheinliche Meisterschaftsvorentscheidung. Die Ausgangssituation für die Schlussrunde ist nun hervorragend für die VSG. Ein 2:2 wird da zur Titelverteidigung reichen, kann Großauheim zwar in diesem Fall noch nach Mannschaftspunkten aber nicht mehr in der Zweitwertung aufschließen.
Parallel zur Jugendliga fand bei den Erwachsenen das Relegationsspiel in der Verbandsliga zwischen Bad Nauheim 1 und Flörsheim 1 statt. Ein Sieg der favorisierten Bad Nauheinmer hätte für unsere VSGO 2 den Klassenerhalt eine Liga tiefer in der Landesklasse beudeutet. Doch Flörsheim konnte sich an diesem Sonntag deutlich durchsetzen, so dass die VSGO 2 als nomineller Absteiger in die Bezirksoberliga feststeht. Schade, das wäre bei etwas besserer Beteiligung nicht nötig gewesen. Ein klein wenig Resthoffnung gibt es noch. Wird Bad Nauheim wirklich mit zwei Mannschaften in der Landesklasse auflaufen? Oder wird der Verein ein Team zurücknehmen? Und dann ist da ja noch die Frage, wie geht es mit dem Traditionsverein Neuberg weiter? Welche Teams werden sie kommende Saison noch melden? Für Spannung ist also weiterhin gesorgt.
Eine Randnotiz dagegen ist der Abschluss der Bezirksliga am letzten Samstag. Aufgrund der Deutschen Schulschachmeisterschaften in Karben war die Begegnung der VSGO 3 bereits eine Woche vorgezogen worden, sie endete bekanntlich 3:3. Da Gründau 2 mit einem Remis am Samstag einen Mannschaftspunkt holte, blieb unsere VSGO 3 auf einem guten vierten Tabellenplatz, einem versöhnlichen Saisonabschluss!
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