Am 28.3.25 durfte die VSGO 3 als einzige Offenbacher Mannschaft in der Bezirksliga bei den Königsspringern Großauheim 2 antreten. Großauheim ist noch nicht alle Abstiegssorgen los, unsere Offenbacher wollten auch die letzte theoretische Abstiegswahrscheinlichkeit beseitigen. Wobei mit 9 Punkten unseres Wissens nach noch nie ein Team abgestiegen ist. Doch da nur ein gemeldeter Stammspieler zur Verfügung stand und auch nur ein Spieler der 4. Mannschaft aushelfen konnte, reiste die VSGO 3 zwar vollständig, aber mit einem bunt zusammengewürfelten Team an. Sollte das punkten können?
Zunächst sah es nicht danach aus. Ismail war erst letzten Donnerstag Mitglied geworden und erwischte an Brett 6 gleich einen der DWZ-stärksten Großauheimer als Gegner. Da kann man nicht erwarten, dass mehr als eine kostenlose Trainingsrunde dabei herauskommt. Immerhin hielt sich Ismail wacker, dachte lange nach und bekam dann auf dem Brett aber doch die Unterschiede zwischen Lichess-Schnellschach und langen Schachpartien auf dem Brett aufgezeigt. Nach gut einer Stunde stand es dann 0:1 aus Offenbacher Sicht. Nicht viel besser erging es Elmar. Zwar gelang es ihm in der Eröffnung, dem Gegner Schwächen in der Bauernstruktur zuzufügen, aber ein unüberlegter Bauernzug brachte seine eigene Struktur zum Einsturz und in Folge ging die Partie verdient verloren, 0:2. Bis dahin stand Udo klar auf Gewinn, was Hoffnung für den weiteren Turnierverlauf machte. Doch wie es im Schach so ist, Udo nahm sich ein Vorbild an Ismail und Elmar, übersah ein einzügiges Matt mit dem 0:3 als Folge.
Puh, das sah dann inzwischen nach einer heftigen Klatsche für die Mannschaft aus, oder doch nicht? Yasushi ergab sich nicht in sein Schicksal. Zwar stand er schlechter, aber spiegelbildlich zu Udos Partie war es diesmal der Großauheimer, dem der spielentscheidende Fehler unterlief, nur noch 1:3. Würden Mert und Dennis es noch richten können? Bei Mert deutete vieles auf ein Remis hin, Dennis stand leicht besser. Und es sollte noch ein langer, sehr langer Abend werden.
Mert kam in ein Endspiel mit je drei Bauern und ungleichfarbigen Läufern. Dabei gelang es ihm, seinen Läufer aktiv zu halten, den gegnerischen Läufer die Felder zu nehmen, zwei seiner drei Bauern nach vorne zu schieben, während der Gegner völlig passiv zuschauen musste und seine verbundenen Freibauern nicht ziehen konnte. Statt Remis gab der Gegner um 22:30 Uhr dann auf, nur noch 2:3!
Die ganze Last des Abends lag nun auf Dennis. Mit zwei Mehrbauern ging es in ein Springerendspiel. Und da gelang ihm tatsächlich die Gabel des Abends. Schach mit erzwungenem Springerabtausch stellt um 23 Uhr alle Weichen auf Sieg! Mit dem 3:3 war der 10. Mannschaftspunkt der Saison erreicht. Auf dem 5. Tabellenplatz hat die VSGO 3 nun 5 Mannschaftspunkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Bei noch vier zu verteilenden Punkten an den beiden letzten Spieltagen kann nun nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, geht da vielleicht noch etwas ein, zwei Plätze nach oben?
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